Gunter Gabriel: Neues Album „Denkmal“ im Februar 2023
- Daniela Herbig
- 13. Oktober 2022
Yvonne Gabriel hat eine Mission. Genau genommen sind es zwei: Sie möchte die Erinnerungen an ihren verstorbenen Vater Gunter Gabriel wachhalten und zugleich allen Frauen ein leuchtendes Vorbild sein. Deshalb hat sie im Frühjahr 2022 ein Buch über ihr berühmtes Familienmitglied veröffentlicht und präsentiert nun, nur ein knappes Jahr später, ein gemeinsames neues Album. Es heißt ‚Denkmal‘ und zeigt Yvonne und Gunter Gabriel als Gesangsduett. Entstanden sind die Aufnahmen posthum, versteht sich. Dennoch erfährt man auf ‚Denkmal‘ eine Menge über den unvergessenen deutschen Musiker, über sein wildes Leben, aber auch sein großes Herz für Obdachlose, für einsame Trucker, für die Gestrandeten und Verlorenen unserer Gesellschaft. Yvonne sagt: „In gewisser Weise war mein Vater selbst ein Straßenhund, ein Punker, ein Revoluzzer und alter Haudegen. Seine Lieder haben dies immer absolut authentisch widergespiegelt.“ Gleichzeitig offenbaren sich auf ‚Denkmal‘ auch Yvonne Gabriels große soziale Empathie, ihre Sichtweisen, ihr Kämpferherz und ihre Rolle als mutmachendes Beispiel für andere Frauen. „Ich war 17 Jahre lang mit leidenschaftlicher Überzeugung Hausfrau und Mutter dreier Jungs. Der Tod meines Vaters hat mich zur Sängerin gemacht und mir jetzt mit 56 Jahren meinen ersten Plattenvertrag beschert“, freut sie sich. „Für mich ist dies Traum und Herausforderung zugleich und erinnert mich an einen Satz, den Gunter oft zu mir gesagt hat und den ich als Appell an andere Frauen weitergeben möchte: Mach das, was in dir steckt!“
Als Gunter Gabriel im Juni 2017 an den Folgen eines Treppensturzes starb, wurde Yvonne, seine älteste Tochter aus erster Ehe, zur Alleinerbin. Kein leichtes Unterfangen für sie, denn bevor man sich um den künstlerischen Nachlass kümmern konnte, mussten zunächst offene Außenstände beglichen werden. Yvonne Gabriel verkaufte das legendäre Hausboot im Harburger Binnenhafen, auf dem der Musiker 20 Jahre lang gelebt hatte. Sie offerierte treuen Fans private Andenken ihres Vaters, verständigte sich mit dem zuständigen Finanzamt und fand in der so genannten ‚Gunter Gabriel Bar‘ in Hildesheim den perfekten Ort für wichtige Devotionalien, darunter die Johnny Cash-Hose und die berühmte ‚Deutschland-Gitarre‘. Zudem akzeptierte sie den Wunsch vieler Veranstalter, Gabriels bereits gebuchten Wohnzimmerkonzerte gemeinsam mit seiner Band durchzuführen. Sie sagt: „Gunter hatte die Auftritte fest zugesagt, und er stand stets zu seinem Wort. Durch mich als für ihn stellvertretende Sängerin konnte er so über seinen Tod hinaus diese Zusagen einhalten.“ Für Yvonne ein Sprung ins kalte Wasser, aber einer, der für die Fans durchaus folgerichtig war. Denn als Duettpartnerin ihres Vaters im Lied ‚Hey Yvonne (Warum weint die Mammi)‘ war sie bereits 1974 unter anderem in der ZDF-Sendung ‚Disco‘ mit Moderator Ilja Richter zu sehen. In den darauffolgenden mehr als 40 Jahren haben Gunter und Yvonne Gabriel das Stück so oft es ging gemeinsam gesungen, zuletzt 2016 bei einem Auftritt in Geiselwind.

An all das erinnert nun ‚Denkmal‘, das im Februar 2023 veröffentlicht wird und zwei repräsentative Vorboten besitzt: Der Song ‚Wenn Weihnachten auf Ostern fällt` erscheint am 7. Oktober 2022. Mit ‚Meine Helden‘ folgt am 9. Dezember 2022 ein Stück Gunter Gabriels, das Yvonne um einige Textzeilen erweitert hat. Bei der dritten Single ‚Im Bentley wird geweint‘ handelt es sich um den wichtigsten neuen Song, den Gabriel einige Jahre vor seinem Tod geschrieben, dafür aber keinen geeigneten Produzenten gefunden hatte. Darüber hinaus gibt es mit ‚Nimm mich wie ich bin‘ ein unveröffentlichtes Stück, das Yvonne als Demoversion auf dem Hausboot gefunden und nachträglich zum Duett erweitert hat. Abgerundet wird ‚Denkmal‘ durch den vollständig aus Yvonnes Feder stammenden Titelsong, durch die eingedeutschte Covernummer ‚Ich bin dein Mann‘ (Original: Leonard Cohen ‚Im Your Man‘), durch eine von Gabriel kurz vor seinem Tod eingespielte Interpretation von Udo Jürgens ‚Mercie Chérie‘, sowie zwei unterschiedliche und von Yvonne gesungene Versionen seines größten Hits ‚Komm unter meine Decke‘, hier aus einer weiblichen Perspektive inszeniert. Sie sagt: „Ich freue mich, wie universell und zeitlos der Text ist. Und wie wunderbar sowohl die ‚Kuschelversion‘ als auch die ‚Tanzversion‘ funktionieren.“
Produziert wurde ‚Denkmal‘ von Swen Meyer (Cro, Tim Bendzko) und Wolfgang Stach (BAP, Jupiter Jones, Tonbandgerät), die Bilder stammen von Gabriel-Freund/Fotograf Sven Sindt. Der programmatische Titel der Scheibe impliziert den liebevollen Rückblick auf ereignisreiche Jahre, in denen Vater und Tochter auch in schwierigen Zeiten – die üblichen Generationskonflikte – nie ihre enge emotionale Bindung verloren hatten. Yvonne: „Ich habe Gunter für sein selbstbestimmtes Leben bewundert. Für ihn galten keine Regeln, keine Normen, er war ein Stehauf-Mann im klassischen Sinne, seine physische Präsenz war wie die einer Fackel, eines Vulkans.“ Könnte es sein, dass diese Beschreibung in weiten Teilen auch auf Yvonne selbst zutrifft? Und dass wir sie möglicherweise irgendwann mit einer pinken Cadillac-Stretchlimousine auf Tour sehen, für Trucker an Tankstellen spielend? Kein Zweifel: Wie einst bei ihrem berühmten Vater ist auch bei Yvonne Gabriel nichts unmöglich!
VÖ: Februar 2023
Label: Premium Records
Quelle: Premium Records
Fotos: Premium Records
Nina Hagen, die schönste und schrillste Brandstifterin zwischen Punk und Pop, Ost und West und Outta Space, die Deutschland je hervorgebracht hat, ist zurück. Und mit ihrer neuen Single „16 Tons“ hat sie sich schweres Gewicht aufgeladen. Der Song ist Nina Hagens Version des alten, amerikanischen Folk-Klassikers über das von Knochenarbeit und existenzieller Bedrängnis geformte Leben der Bergarbeiter von Kentucky. Nina Hagen singt von diesem ausweglosen Alltag – „muscle and blood and skin and bones“ – mit ihrer gebieterisch tiefen und dunkel vibrierenden Stimme. Ein für das Jahr 2022 geupdateter Western-Twang, aufgenommen mit viel erratischen Hall, unbeirrt voranschreitenden Groove und wüstentrockenen E-Gitarren.
Das Jahr 2022 markiert Richard Marx' mittlerweile fünfunddreißigstes Jahr als Künstler und sogar achtunddreißigstes als professioneller Songschreiber. Der damals im Jahr 1984 von dem Trio bestehend aus Kenny Rogers, Kim Carnes und James Ingram veröffentlichten Song „What About Me", an dem Richard Marx mitgeschrieben hatte, war nicht nur sein erster offiziell von einem anderen Künstler aufgenommener Song, sondern zugleich auch seine erste Nummer eins als Songwriter. Am 30. September dieses Jahres wird Marx sein neues, einzigartiges und ambitioniertes Album mit dem schlichten, aber bezeichnenden Titel „Songwriter“ veröffentlichen.
Wenn es ein lebendes, atmendes Rock'n'Roll-Meme gäbe, könnte es wohl kein anderer sein als Billy Idol – denn dieser Künstler steht nicht still. Mit einer 46 jährigen Musikkarriere ist Billy Idol immer noch ein sich ständig wandelnder Mythos. Als intellektueller Bücherwurm und Höhlenmensch des Internet Zeitalters findet er eine moderne Sprache für das feurige Eddie-Cochran-meets-Ziggy-Stardust-Gebrüll, das er erzeugt, seit er zum ersten Mal die Bühne betrat. All das ist auf der The Cage EP zu hören, die am 23. September über Dark Horse Records erscheint. Darin enthalten sind vier Tracks, die einen wie klassische Idol Songs fesseln und gleichzeitig die Augenbrauen hochziehen lassen. Es erinnert an Musik, die man aus dem Auto eines Teenagers hört, der gerade die Straße runtergefahren ist.
Billy Idol: The last EP, we were kind of warming up to this. This EP is a lot more coming at you. Loads more guitar. And that’s a lot of fun. We were pretty fired up by the fact that we hadn’t played for a couple of years, and suddenly we were bursting on stage, and it kind of woke us up to what the next EP could be: That it could be a little more strum und drang, a little more coming at you, a little more rock’n’roll, a little more f*ck you! Well, a tiny bit of f*ck you, anyhow. The bottom line is we had a lot of fun doing it.”
Dieser Song reiht sich in seiner besonderen Machart wieder in die großen Hits „Computerliebe“ oder „Herz an Herz“ von Paso Doble ein, in denen Rale Oberpichlers typischer Satzgesang den einzigartigen Charme dieser Band schuf. Zusammen mit ihrem Produzenten Kai Soffel knüpft Paso Doble mit „Es ist (Die Liebe bleibt)“ nahtlos und in zeitgemäßem Sound an ihre großen Erfolge an und zeigen sich absolut am Puls der Zeit.
Weitere Informationen auf:
a-ha melden sich mit ihrer neuen Single „You Have What It Takes“ zurück, die den neuesten Vorgeschmack auf ihr neues Album True North darstellt, das am 21. Oktober 2022 erscheint. „You Have What It Takes“ folgt auf die jüngste Single „I'm In“ und läutet eine neue Ära für a-ha ein, während die Band auf die Veröffentlichung ihres neuen Albums zusteuert. Ihre erste Sammlung an neuen Liedern seit der im Jahr 2015 erschienenen Platte Cast in Steel ist mehr als nur ein schlichtes Album. Es ist auch ein Film, der a-ha bei den Aufnahmen der Songs im Jahr 2021 in Bodø begleitet, einer norwegischen Stadt rund 90 km oberhalb des Polarkreises. „Wir feilen an jedem Album, um zu schauen, ob wir vielleicht etwas anders machen können“, erklärt Paul. Der Film True North wurde diese Woche Publikum in über 400 Kinos in 29 Ländern vorgeführt und ist ab dem 21. Oktober 2022 zur Leihe und zum Kauf erhältlich.
Fast auf den Tag vier Jahrzehnte nach Gründung der Band 1982 und 38 Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debüts »Forever Young« 1984, melden sich Alphaville im Jahr 2022 mit einem Album voller Orchesterbearbeitungen ihrer größten Hits und einiger weitgehend unbekannter, bislang nur im Rahmen von Alphavilles »Dreamscapes«-Projekts veröffentlichten Songs zurück.
Die Geschichte von „Direction Of The Heart“, dem 18. Studioalbum der Simple Minds, erstreckt sich nicht nur über mehrere Jahre, sondern auch über die verschiedenen Orte wie Deutschland, Italien und Großbritannien. Sie hat ihre Anfänge jedoch dort, wo die Geschichte der Simple Minds vor 45 Jahren begann: in Glasgow, mit Sänger Jim Kerr und Gitarrist Charlie Burchill - in einem Raum, in dem etwas durch und durch Magisches passierte.
Die vorherrschende Stimmung von „Direction Of The Heart“ ist nachdenklich und euphorisch zugleich und stellt das Persönliche in einen universellen Kontext: Qualitäten, die allen großen Simple Minds-Platten der Vergangenheit innewohnen und die die Band nun auch für ihre nächste Ära neu kalibrieren. So fließt der überall deutlich spürbare super-gestresste Zeitgeist in die wie plapperndes Geschwätz wirkende Rhythmen und himmelwärts stürmende Melodie-Cluster auf dem Song „Planet Zero“ - „I saw a whole world on fire" - und die Elektro-Rock-Fusion von „Who Killed Truth“ ein. Mit seinen keltischen Texturen, die das breit gefächerte Melodrama untermalen, und den infernalischen Vocals von Sarah Browns hat „Solstice Kiss“ das Zeug zu einem potenziell zukünftigen Bond-Thema. Die parabolische Energie von „First You Jump“ („Then get wings") umrahmt eine klassische, transzendente Simple Minds-Hymne.
Lennon als Gastgeber von "Jude: Behind the Album", ein interaktives Fan-Event über Looped am 14. September “On JUDE, Lennon embraces the song and others that have been developing over time and pulled from his own life journeys.” – American Songwriter “While his new album has been in the works for some time, some of the songs are eerily suitable to today.” – Forbes “’Lucky Ones’ by Julian Lennon is Dan’s DJ Pick of the Week!” – Lightning 100 (New York, New York – 31. August 2022) – Der für einen Grammy nominierte Singer-Songwriter Julian Lennon veröffentlicht am 9. September sein lang erwartetes neues Album Jude. Es ist Lennons erstes Album in voller Länge seit 11 Jahren.
Dialogue folgt auf die von der Kritik gefeierte Veröffentlichung „Transform“ aus dem Jahr 2019. Vor 10 Jahren startete Howard ein Projekt, bei dem er sich selbst herausforderte, vier neue elektronische Alben aufzunehmen und selbst zu veröffentlichen. Ganz am Anfang wurden die Albumtitel als „Engage“, „Transform“, „Dialogue“ festgelegt und 2023 wird das finale Album „Global Citizen“ erscheinen.

