Neues Album: 20 Jahre 2 Raumwohnung

Schon über zwei Jahrzehnte sind 2 Raumwohnung, also Inga Humpe und Tommi Eckart, zwei der wichtigsten Protagonisten des deutschsprachigen Elektropops. Wenn nicht sogar das Aushängeschild dieses Genres. 20 Jahre, man stelle sich das mal vor, seit "Wir Trafen Uns in einem Garten" das Lebensgefühl des vereinten Party-Berlins im Sommer 2000 so treffend beschrieb, wie es seitdem kaum ein Popsong geschafft hat. Heute kündigt die Band die Veröffentlichung ihrer Werkschau "20 Jahre 2Raumwohnung" am 28.02.2020 über It Sounds/Rough Trade. Nach Inga Humpes Buch "Wir trafen uns in einem Garten" bei KiWi gehen die Feierlichkeiten zum Jubiläum damit in die nächste Runde und werden mit der "20 Jahre 2Raumwohnung"-Tour ab 19.03.2020 weitergeführt.

Neben Hits wie "Ich Und Elaine", "Wir Werden Sehen", "2 von Millionen von Sternen", "Bei Dir Bin Ich Schön" oder "36 Grad" enthält das Album auch zwei neue Songs. Der erste, "Das Ist Nicht Das Ende Baby", ist die erste Singleauskopplung daraus und wird begleitet von einem in der Uckermark entstandenen Video, das von Helene Hegemann gedreht wurde, die vor allem durch ihr Buch "Axolotl Roadkill" und den Film "Axolotl Overkill" bekannt wurde. Kinder spielen, neben Auftritten von 2Raumwohnung und Hegemann, die Hauptrolle und sind allesamt Patenkinder von Humpe und Eckart.

Tourdaten:
19.03.20 - E-Werk (Köln)
20.03.20 - Batschkapp (Frankfurt)
21.03.20 - Im Wizemann (Stuttgart)
27.03.20 - Muffathalle (München)
28.03.20 - Xtra (Zürich)
29.03.20 - Arena (Wien)
02.04.20 - Täubchenthal (Leipzig)
03.04.20 - Große Freiheit (Hamburg)
04.04.20 - Columbia Halle (Berlin)

Weitere Informationen unter:
www.2raumwohnung.de

Text & Cover:
It Sounds



Huey Lewis And The News: Neue Single „While We’re Young“

Vielleicht wird Huey Lewis nie wieder singen können. Eine herzzerreißende Offenbarung, die die Grammy-ausgezeichnete Rock-Ikone selbst erst einmal so richtig verarbeiten muss. Und ein Umstand, wie er bittersüßer wohl kaum sein könnte; klang seine Stimme doch niemals besser, als heute. Doch das Problem liegt, wie es scheint, weniger an seinen Stimmbändern, als vielmehr an seinen Ohren. „Wenn mein Gehör schwindet, höre auch ich auf zu existieren“, sagt Lewis, der an einer seltenen Innenohrerkrankung namens Morbus Menière, auch genannt Menière-Krankheit leidet. „Sie schneidet mich völlig von der Außenwelt ab. Als würde ich in einem Kokon leben.“

Und schon wieder spielen Huey Lewis & The News nach ihren ganz eigenen Regeln und veröffentlichen trotz aller Widrigkeiten mit „Weather“ ihr erstes Album seit mehr als zwei Dekaden. Ein Album, das sehr wahrscheinlich ihr letztes sein könnte. Eine ebenso packende wie auch überraschende Sammlung brandneuer Songs: Verspielt und schonungslos aufrichtig, ein bisschen ironisch und nachdenklich, humorvoll und klug. Eine zeitlose Mischung aus Rock, Soul und R&B, die von der Kultformation selbst im bandeigenen Trout Farm Studio im kalifornischen Marin County aufgenommen und produziert wurde. Lewis präsentiert sich auf dem neuen Album in perfekter Reife, während er hoch ansteckende Hooks am laufenden Band abliefert, die von den kraftvollen Arrangements seiner Bands getragen werden: Funky Blechbläser treffen auf mitreißende Power-Gitarren eingängige Keyboard-Melodien, die sich mit Lewis` markanten Vocals zu echten The News-Instant-Klassikern verbinden. Nichtsahnend, dass die Uhr gegen sie arbeitete, nahmen sich Huey Lewis und seine Bandkollegen ganz bewusst Zeit für die Studioaufnahmen. Ohne Eile machte man sich in aller Ruhe ans Songwriting, wenn man von der Muse geküsst wurde und nahm die Songs später aus reinem Spaß an der Freude auf. Als Ergebnis ist heute eine legendäre Band zu hören, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft präsentiert. Eine Band, die sich heute immer noch so unbefangen und frei gibt, wie zu ihren Anfangstagen in den frühen 1980er Jahren. Mit dem gleichen Herzblut und der gleichen Seele wie damals, als man seinen weltweiten Superstar-Durchbruch feiern konnte. Die Art von Leidenschaft, die Huey Lewis & The News bis heute zu einer der erfolgreichsten und beliebtesten Rock-Formationen der Welt macht.

„Wir hatten keine Eile, dieses Platte in trockene Tücher zu bringen. Wir sind jeden Tag besser geworden“, erinnert sich Lewis, der bisher über 30 Millionen Alben verkauft hat und mit „The Heart Of Rock & Roll“, „I Want A New Drug“ oder dem Oscar-nominierten „The Power Of Love“ für eine ganze Reihe Top 10-Singles verantwortlich zeichnet. „Meine Meinung ist: Je länger wir an den Stücken herum feilten, desto besser wurde alles. Die Songs klangen mit jeder Tour runder!“ Eine fruchtbare Entwicklung, die völlig unerwartet am 27. Januar 2018 zum Erliegen kommen sollte, als Huey Lewis plötzlich wenige Augenblicke vor dem Beginn eines Konzertes in Dallas sein Gehör verlor. „Es hat sich wie eine Explosion angefühlt“, beschreibt er den ernsten Vorfall rückblickend als konstantes Rauschen ähnlich den statischen Störgeräuschen im Radio. „Ich konnte nicht mehr verstehen, was die Leute um mich herum sagten. Ich war nicht mehr in der Lage, die Tonhöhe zu finden. Ich ging auf die Bühne und hatte keinen blassen Schimmer, was ich da gerade sang.“

Die Symptome der seltenen Menière-Krankheit sind vielfältig. Zum ersten Mal kam Lewis mit dem Leiden vor rund 35 Jahren in Form eines starken Schwindelanfalls in Berührung, als er mit den News gerade auf Tour zum zweiten Longplayer, dem 1983 erschienenen „Sports“-Album war. Kurz vor einer Show in Boston erlitt er plötzlich einen starken Anfall von Benommenheit und Übelkeit, der zur sofortigen Konzertabsage und der anschließenden Behandlung im Krankenhaus führte. Obwohl die Ärzte aufgrund seiner Symptome ratlos waren, schienen die verordneten Steroid-Medikamente zu helfen und ermöglichten es Lewis, die Tour erfolgreich fortzusetzen. „Vier oder fünf Jahre lang ging es mir danach bestens“, erinnert sich Huey Lewis. „Doch dann hatte ich plötzlich die zweite Attacke und verlor kurze Zeit später das Gehör auf dem rechten Ohr. Ich suchte einen Spezialisten auf, der mir riet, mich daran zu gewöhnen, da die Auswirkungen der Menière-Krankheit im Grunde irreparabel wären.“

Ermutigt durch seine Leidensgenossen Brian Wilson und Jimi Hendrix, die ebenfalls große Probleme mit einseitigem Gehör hatten, begann Huey Lewis mit seiner Menière-Krankheit zu leben. Er ging in den folgenden zweieinhalb Dekaden mit nur einem gesunden Ohr regelmäßig auf Tour und nahm weitere Alben auf. Obwohl er dann und wann immer noch unter gelegentlichen Schwindelanfällen litt, hatte Lewis seinen Frieden mit der Krankheit gemacht – bis zu eben jener schicksalhaften Nacht in Dallas, in der auch sein noch verbliebenes gesundes Ohr den Dienst versagte und er vollständig das Gehör verlor. Was folgte, lässt sich nur als endlose Odyssee aus unzähligen Arztterminen, Tests sowie ganzheitlichen Heilsitzungen in über das ganze Land verteilten Kliniken und Gesundheitsinstituten beschreiben. Angetrieben von Huey Lewis` unerschütterlicher Hoffnung, wenn schon keine Linderung, dann zumindest eine Art von Stabilisierung seines Leidens zu finden. „Mein Gehör schwankte ständig“, so Lewis weiter. „In manchen Phasen konnte ich wochenlang absolut nichts hören, dann wieder verstand ich zumindest, was die Leute sagten. Auch, wenn ich selbst nicht mehr singen konnte.“

Zum Glück hatte Lewis schon Monate vorher die Studio-Legende Bob Clearmountain zum Mixing der Songs gebucht, die nun in Form des „Weather“-Albums vorliegen. Ein ebenso schicksalhafter Umstand, dass die Studio-Session mit den letzten drei Tagen zusammen fiel, in denen Huey Lewis noch in der Lage war, die nötigen Musikfrequenzen der Songs klar wahrzunehmen. In in diesen drei Tagen entstandenen Mixe demonstrieren die mitreißende Lebendigkeit und die überschäumende Energie, die Huey Lewis & The News schon seit ihren Anfangstagen charakterisiert haben. Nach bewährter Tradition hat die Band alle Songs im Alleingang eingespielt und produziert, so wie man es auch schon seit dem 1982er Debütalbum „Picture This“ auf bisher jedem Longplayer erfolgreich praktiziert hat. Und so wundert es kaum, dass die von Clearmountain abgemischten Tracks auf „Weather“ vor einer Art von Selbstbewusstsein und Mut nur so strotzen, den man sich in den letzten Jahren so hart und ehrlich erarbeitet hat. „Wir haben auf dieser Platte alles selbst gemacht. Das macht im am stolzesten“, erklärt Lewis. „Als wir damals begannen, unsere Scheiben selbst zu produzieren, hat niemand anders so gearbeitet. Und diese Arbeitsweise haben wir bis heute beibehalten.“

Mit „Weather“ decken Huey Lewis & The News ein weites Sound-Feld ab, auf dem sich die Band zwischen verschiedenen Genres und Schaffensphasen bewegt. Der packende Album-Opener und erste Vorab-Track „Her Love Is Killin` Me“ klingt wie ein verlorengegangener Hit vom legendären Durchbruchsalbum „Sports“, während The News ihr Faible für zarte Balladen á la Randy Newman auf dem bittersüßen „I Am There For You“ ausleben, bevor man seine E-Gitarren auf dem bluesigen Big-Band-Shuffle „Hurry Back Baby“ aufdreht. Nachdenklich präsentiert sich Lewis auf dem funkigen „Remind Me Why“, verneigt sich mit dem Cover von Eugene Churchs 1958er Klassiker „Pretty Girls“ vor alten R&B-Traditionen und wagt sich mit „One Of The Boys“ selbst in Country-Gefilde, entstand der Song doch in Zusammenarbeit mit dem aus Nashville stammenden Star-Producer und langjährigem The News-Fan Dave Cobb. Und mit dem gefühlvollen „While We`re Young“ hat die Formation einen extrem berührenden Song im Programm, der im Lichte der tragischen Ereignisse um Huey Lewis´ Gesundheit eine ganz besondere Bedeutung bekommt: „Life is short, let´s take advantage of every opportunity“ heißt es da; während man sich aller irdischen Vergänglichkeit mit seinem ganz eigenen, positiven Charme entgegenwirft. „Man muss immer das Positive sehen und kreativ bleiben“, so Lewis abschließend. Wohl wissend, dass es immer wieder dokumentierte Fälle gab, in denen Menière-Patienten ihr Gehör irgendwann wiedererlangt haben. „Selbst, wenn ich nie wieder singen sollte – es könnte schlimmer sein! Ich bin vielleicht taub, aber nicht tot.“

Weitere Informationen unter:
www.hueylewisandthenews.com

Text & Cover:
BMG Rights Management

Foto:
www.hueylewisandthenews.com



Andy Clark mit einer wahren Geschichte: “The Card”

Zusammen mit Andy Clark öffnen wir „The Card“, während der Schnee die Bäume am vereisten See bedeckt. Wir sitzen am Kaminfeuer, zusammen mit dem Radio, das mit entfernten Chören den Raum erfüllt. Am 29. November, dem Veröffentlichungsdatum von „The Card“, treffen wir uns und öffnen unsere Herzen um niemanden an Weihnachten zurück oder allein lassen. In „The Card“ geht es um das Akzeptieren unerwarteter Lebensereignisse, während man sich gleichzeitig nach dem perfekten Weihnachten mit seinen Liebsten sehnt. „The Card“ ist ein Eingeständnis mit wahrhaft gefühlter Ehrlichkeit.

Andy Clark ist ein vielseitiger Singer/Songwriter und trägt die 70er Jahre im Herzen. Ende August hat er bereits sein Debüt-Album „I Love Joyce Morris“ unter seinem tatsächlichen Namen veröffentlicht, ein erwachsenes Album mit Singer Songwriter-, Country- und Folk-Einflüssen. Er hat es seinen Kindern, den „apples of his eyes“, gewidmet und daher nach Joyce Morris, einem ehemaligen Apfelbauern seiner Region benannt.


Lyrics:
At last the world is sleeping and all is right on this holy night. Outside the ground is frozen and children look to the skies with widened eyes.

Time hangs in the air. Snow falls from the tree in the square. Everywhere it feels like Christmas Eve.

The radio plays softly; the sound of a distant choir fills the house. The fire is down to the embers now and all I can think to do is put on my coat and go out.

On the frozen street diamonds shatter under my feet. I’m incomplete without you.

Trying to understand how you could let go of the life that we planned. Holding in my hands the card that you gave me last year.


VÖ: 29.11.2019
Label: Greywood Records (LC-30629)
Foto: Robin Bleech



Sydney Youngblood – If Only I Could (30th anniversary version)

30 Jahre ist es her, dass der US-amerikanische Soul-Sänger Sydney Youngblood mit "If Only I Could" einen Megahit landete: Platz 3 in England, Platz 3 in Österreich, Platz 3 in Deutschland, zahllose weitere Platzierungen in ganz Europa, sowie Silber- und Gold-Auszeichnungen. Es folgte mit "Sit And Wait" ein Jahr später ein weiterer Riesenhit, sowie einige Erfolgsalben. Ende der 1990er Jahre wurde es dann ruhiger um Sydney Youngblood, ehe er im Jahr 2014 mit seinem Album "Black Magic" ein vielbeachtetes Comeback startete.

Jetzt, 30 Jahre nach seinem bis dato größten Hit, will Sydney Youngblood es nochmal wissen, und veröffentlicht eine neue Version von "If Only I Could" - die "30th anniversary version" - und die ist frisch und hitverdächtig wie eh und je.

Quelle & Foto: 7soul



U2 veröffentlichen gemeinsam mit A.R. Rahman „Ahimsa“

U2 veröffentlichen gemeinsam mit A.R. Rahman ihren neuen Song „Ahimsa" und feiern damit die spirituelle Vielfalt Indiens. „Ahimsa“ – das Sanskrit-Wort für Gewaltlosigkeit - verbindet das Ethos von U2 mit der Kunstfertigkeit von A. R. Rahman. In weniger als einem Monat (15. Dezember 2019) kommen U2 mit ihrer "The Joshua Tree-Tour" nach Mumbai, Indien. Es werden noch in diesem Jahr vier weitere Songs aus dem umfangreichen Katalog der Band veröffentlicht, neu gemischt von lokalen indischen Künstlern

Quelle & Foto: Universal



Westernhagen: Das Pfefferminz-Experiment

Schauplatz: Woodstock, New York, eine alte Holzkirche mit bunten Glasfenstern, die ein Aufnahmestudio beherbergt. Darin eine Handvoll Musiker, unter ihnen der Grammy-prämierte Multiinstrumentalist und Produzent Larry Campbell, außerdem Sänger, Songschreiber, Musiker und Produzent Marius Müller-Westernhagen. Er hat alte Stücke mitgebracht, die in den USA niemand kennt und in Deutschland fast jeder. Gemeinsam erkunden sie, wie sich dieses Material neu interpretieren lässt – als Musik von heute. Alle sind entspannt, es ist ein Experiment; wenn nichts so richtig daraus wird, wär’s auch okay. Aber es kommt ganz anders, ihr Zusammenspiel entfaltet eine ungeahnte Magie.

Vierzig Jahre ist es her, da nahm Marius Müller-Westernhagen „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ auf, ein nach vorn gehendes, freches Album aus zehn Songs. Es war bevölkert von Typen aus dem wahren Leben: dem armen Klaus mit seinem faden Leben unter Wert; der Prostituierten Margarethe, die ihrem Zuhälter nicht genug abwirft; dem Liebenden, der seinem Peter traurig adieu sagt und sich mit Giselher schon wieder sehr wohlfühlt. Es handelte von Dicken, Trinkern und einem frustrierten Musiker vor teurem Papier.

Das Album kam langsam, aber gewaltig, und es begründete 1978 die einzigartige Karriere des Marius Müller-Westernhagen. Einzigartig, weil unter den Großen der Branche wohl niemand seinen Weg so konsequent selbstbestimmt gegangen ist, als Herr seiner selbst. Auf dem Höhepunkt des kommerziellen Erfolges erkannte er, dass ihn Gigantomanie nicht mehr reizen konnte, sondern nur noch die Erweiterung seines künstlerischen Horizonts. Seine Musik wurde erdiger, luftiger, ging back to the roots. Und sie funktionierte auch unplugged ganz großartig.

In der alten Kirche in Woodstock, dem legendären Dreamland Studio, wurden denn auch kaum mehr als ein paar Gitarren ausgepackt, eine Geige, eine Pedal-Steel-Gitarre, ein kleines Akkordeon, etwas Percussion. Und es ging tierisch los, nur ganz anders als vierzig Jahre zuvor. Aus dem vorhandenen Baumaterial – Melodien, Akkorde, Texte – erschufen Marius Müller-Westernhagen und seine amerikanischen Begleiter ein traumhaftes Gewebe aus Atmosphäre, Intensität und Seele. Sie ließen alles Überflüssige weg und kochten die Stücke runter auf ihre Essenz.

Manche der Songs haben vielleicht jetzt erst richtig zu sich selbst gefunden. „Johnny Walker“ und „Alles in den Wind“ zum Beispiel, abgrundtief traurige Trinkerballaden. Und „Mit 18“ vor allem, diese Rückschau auf sich selbst als junger Wilder. „Dicke“ zeigt sich als fröhliches Aufräumkommando mit Übergewichtigen-Klischees. „Pfefferminz“ bekam ein Gewand aus Rhythm and Blues, „Oh Margarethe“ wird ganz laid back gespielt und „Zieh dir bloß die Schuhe aus“ wie in einer Latino-Bar.

Westernhagen - Das Pfefferminz-Experiment (Woodstock-Recordings Vol.1)
„Die Lieder gehen heute viel tiefer, weil sie besser verstanden sind“, beschreibt Marius Müller-Westernhagen seine Erfahrung mit der Wiederbegegnung. „Beim Songschreiben kommen viele Dinge aus der Intuition, dem Unterbewusstsein, und erklären sich dir in dem Moment, wo du sie schreibst, oft noch gar nicht richtig. Nach Jahren liest du so einen Text dann wieder und begreifst: Ach, das habe ich damit gemeint.“

Diese Erkenntnis bildet sich unmittelbar in seinem Gesang ab. Wohl selten hat Marius Müller-Westernhagen seine Stimme so spannungsreich moduliert. Er zieht alle Register in Sachen Dynamik und Klangfarben und reagiert gesanglich subtil auf seine jahrzehntealten Texte, indem er sie an den richtigen Stellen ironisch bricht oder ihnen vollen Respekt erweist.

Produziert hat Marius Müller-Westernhagen das Album gemeinsam mit Larry Campbell, der mit zahllosen Größen der amerikanischen Musik gearbeitet und eine halbe Ewigkeit in der Band von Bob Dylan gespielt hat. Die Arrangements entstanden unter ihrer Führung im intensiven Zusammenspiel der Musiker und in endlosen Diskussionen. Die daraus gewonnene Tiefe und Wahrhaftigkeit, der ganze Geist dieser Aufnahmen vermittelt sich beim Hören sofort. „Das Pfefferminz-Experiment“ ist wie die Wiederbegegnung mit einem alten Freund, der schon immer aus der Menge herausstach und mit zunehmendem Alter an Klasse und Lässigkeit dazu gewonnen hat.

Das Pfefferminz-Experiment:
Marius Müller-Westernhagen vocals, acoustic guitar / Larry Campbell acoustic and electric guitars, violin, mandolin, pedal steel guitar / Kevin Bents piano, Hammond organ, synthesizer, accordion / Jack Daley bass / Richard Hammond double bass / Aaron Comess drums, percussion / Lindiwe Müller-Westernhagen, Teresa Williams background vocals.

Westernhagen "Das Pfefferminz-Experiment"-Tour:

23.06.2020 - München, Deutsches Theater
25.06.2020 - München, Deutsches Theater
26.06.2020 - München, Deutsches Theater
01.07.2020 - Hamburg, Laeiszhalle
02.07.2020 - Hamburg, Laeiszhalle
04.07.2020 - Hamburg, Laeiszhalle
05.07.2020 - Hamburg, Laeiszhalle
07.07.2020 - Berlin, Schiller-Theater
08.07.2020 - Berlin, Schiller-Theater
10.07.2020 - Berlin, Schiller-Theater

Weitere Informationen unter:
www.westernhagen.de

Quelle und Fotos:
Universal / Polydor



Neue Single von Wolf Maahn: „Slow-Mo In New York“

Seine Alben erreichten bereits in den 80ern Kultstatus und bis heute landen sie regelmäßig in den Verkaufscharts. Mit „Slow-Mo In New York“ präsentiert der deutsche Rock Poet einen ersten Vorgeschmack auf sein kommendes "Break Out Of Babylon" Album (VÖ 07.02.20), das erste Konzeptalbum in seiner vier Jahrzehnte währenden Karriere. Es erzählt in Songs die Geschichte eines Milliardärs, der ein Philanthrop wird – verbunden mit dem Appell, daß die Zeit gekommen ist, wo Superreiche ihren entsprechenden Beitrag leisten müssen zu den Problemen dieser Welt.

Auf der nun erscheinenden Single erzählt Wolf Maahn wo und wie der erste Funke der ganzen Idee entstand. "Break Out Of Babylon" wird - für manche sicher überraschend - hauptsächlich Reggae-Songs enthalten, so auch diese Single. Maahn, der schon 1980 als Support für Bob Marley & the Wailers spielte, startet am 15.11.19 in Bonn seine landesweite Tour und wird dabei mit den neuen Songs auch wieder seine Sicht auf die Themen und den Geist der Zeit spiegeln.

Quelle & Foto: Libero Records



Rainhard Fendrich & Band – Starkregen-Tour 2020

Drei Jahre sind seit dem letzten Studioalbum von Rainhard Fendrich vergangen. Mit seiner neuen Single „Burn Out“ liefert die österreichische Musiklegende schon jetzt einen ersten Vorgeschmack auf sein neues Album „Starkregen“, das am 20. September erscheint. Fans dürfen sich auch auf eine Tour im deutschsprachigen Raum freuen. Ab Mai 2020 wird der österreichische Singer-Songwriter endlich wieder mit seiner hervorragenden Band live zu erleben sein

In den 80er-/90er-Jahren war er europaweit mit „Macho, Macho“ an der Spitze der Hitparaden, schrieb bis heute unsterbliche Gassenhauer wie „Es lebe der Sport“, „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ oder die heimliche österreichische Nationalhymne „I`m from Austria“. Der Wiener ist der geborene Entertainer, ob als Moderator verschiedener TV-Shows, als Schauspieler oder als Sänger auf der Bühne – seinem spitzbübischen Charme und der Stimme mit der kleinen Prise Wiener Dialekt kann man sich nur schwer entziehen. Aber warum auch, wenn man so herrlich eintauchen kann in seine inzwischen wirklich beachtliche Sammlung aus Songklassikern, die es nicht umsonst auf die Musicalbühne in Wien in dem unglaublich erfolgreichen „I`m from Austria – Das Musical mit den Hits von Rainhard Fendrich“ geschafft haben. Mal humorvoll, oft ironisch, gerne melancholisch, manchmal nachdenklich, aber immer authentisch, voller Leidenschaft und vor allem mit Haltung.

So setzt Rainhard Fendrich mit seinem neuen Album „Starkregen“ auch konsequent fort, was er mit dem Vorgänger-Album „SCHWARZODERWEISS“ 2016 begonnen hat: die musikalische Reflexion des Zeitgeschehens, tiefgründig und sehr intensiv. In der Themenvielfalt auf „Starkregen“ spiegelt sich Fendrichs unnachahmliche Beobachtungsgabe wider. Mit dem ihm eigenen Sarkasmus charakterisiert er die „Volkskrankheiten“ unserer Zeit und ihre stereotypen Erscheinungsformen: Da ist zum Beispiel der Workaholic, der daran erinnert werden muss, dass es „ein Leben vor dem Tod“ gibt, um nicht mit „Burn Out“ auf dem Therapeutenstuhl zu enden. Dann wären da der „Social Media Zombie“, der in der realen Welt nicht mehr zur Kommunikation fähig ist, die allgegenwärtigen Schreihälse („Heiße Luft“) oder auch der erfolgsverwöhnte Geschäftsmann, dem sein Gewissen abhanden gekommen ist („Der Rest von deim Gewissen“). „Am schlimmsten aber sind die, die sich für gar nichts interessieren“, so Fendrich. Denn wer nur „Hinterm Tellerrand“ lebt und sich über nichts Gedanken macht, trägt auch nichts zur Gesellschaft bei. Was aber wird aus unserer Welt, wenn wir nicht nachhaltig handeln („Die Welt“), und wenn Machthaber wie „der gelbe Pudel von der Sonnenbank“ oder der „kleine Dicke aus Pjöngjang“ am längeren Hebel sitzen („Sag ma net es gibt kan Teufel“)?

Inmitten der kritischen Zeitdiagnose überzeugt Fendrich auf dem Album aber auch durch seine emotionalen Balladen. „Nur die Liebe“ oder das retrospektive „Mein Leben“ werden ohne Zweifel ein Lichtermeer entfachen, wenn Rainhard Fendrich 2020 auf große Tour geht. Man merkt, er ist an einem Punkt angelangt, an dem es ihm auch wichtig ist, Bilanz zu ziehen. 65 Jahre wird er im Februar – 40 Jahre steht er bereits auf der Bühne. Ab dem Frühjahr 2020 ist Rainhard Fendrich mit seinem neuen Album und seiner Band unterwegs, um bei eindrucksvollen Konzerten mit neuen und alten Hits gemeinsam mit seinen Fans und Freunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu feiern.

Tourdaten:*

01.05.2020 - Hof/Saale, Freiheitshalle
03.05.2020 - Berlin, Theater am Potsdamer Platz
04.05.2020 - Hamburg, Laeiszhalle
06.05.2020 - Essen, Colosseum Theater
07.05.2020 - Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle
08.05.2020 - Erfurt, Alte Oper Erfurt
15.05.2020 - Innsbruck, Olympiahalle
16.05.2020 - Salzburg, Salzburgarena
17.05.2020 - Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung
19.05.2020 - Linz, Tips-Arena
20.05.2020 - Graz, Stadthalle
22.05.2020 - München, Olympiahalle
23.05.2020 - Wien, Wiener
19.07.2020 - Klagenfurt, OpenAir Arena Wörthersee Ostbucht
23.07.2020 - Ebern, Schloss Eyrichshof
26.07.2020 - Regensburg, Thurn und Taxis Schlossfestspiele
30.07.2020 - Calw, Kloster Hirsau
29.08.2020 - Altusried, Freilichtbühne Altusried
22.10.2020 - Zürich, Volkshaus Zürich
23.10.2020 - Neu-Ulm, ratiopharm Arena
24.10.2020 - Würzburg, S.Oliver Arena
28.10.2020 - Passau, Dreiländerhalle
02.11.2020 - Stuttgart, Liederhalle-Beethoven-Saal
08.11.2020 - Dornbirn, Messe Dornbirn

*Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Tickets bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter:
www.eventim.de | www.oeticket.com | www.ticketcorner.ch | www.semmel.de

Quelle und Bildmaterial: www.semmel.de



U2 – „The Joshua Tree“ als Anniversary-Edition

30 Jahre nach der Veröffentlichung von U2s fünftem Studioalbum "The Joshua Tree", bringt Island Records am 2. Juni 2017 eine Anniversary Edition dieser bahnbrechenden Platte heraus. Neben dem Originalalbum mit 11 Tracks enthält die Super Deluxe Collector’s Edition einen Livemitschnitt des Auftritts im Madison Square Garden 1987 während der “The Joshua Tree”-Tour; außerdem Rarities und B-Seiten von den Albumaufnahmen, Remixe von 2017 von Daniel Lanois, St Francis Hotel, Jacknife Lee, Steve Lillywhite und Flood, sowie ein 84-seitiges, gebundenes Buch mit bisher noch nirgends gezeigten Fotos, die The Edge 1986 während der Mojave Desert Fotosession geschossen hat.

Quelle: Charlotte Prüter (Medialuchs)



Konstantin Wecker – Poesie und Widerstand

Konstantin WeckerEr ist 70. Doch müde ist Konstantin Wecker noch lange nicht. Das beweist die neue CD des Liedermachers, die er anlässlich seines runden Geburtstages veröffentlicht. Mit dem Doppelalbum „Poesie und Widerstand“ nimmt der Münchner Musiker seine Hörer mit auf einen Streifzug durch sein über 50-jähriges Schaffen. Die am 26. Mai erscheinende Werkschau beinhaltet 31 seiner persönlichen Lieblingstitel, die der Komponist live im Münchner Tonstudio eingespielt und damit auch ein bisschen neu erfunden hat - mal Solo, mal im Trio, mal mit Orchesterarrangements. Für die neuaufgeweckten Interpretationen alter Klassiker sowie den brandneuen Song „Den Parolen keine Chance“ mit Beethoven-Anklängen holte sich der Träger des Kleinkunstpreises 2017 lang jährige Bühnenpartner an die Seite.

Konstantin Wecker - Poesie und Widerstand
Neben seinem Alter Ego am Klavier, Jo Barnikel, sind auch die Cellistin Fany Kammerlander, die Multiinstrumentalisten Wolfgang Gleixner, Jens Fischer der Gitarrist Severin Trogbacher sowie weitere internationale Gastmusiker, Sänger und Sängerinnen dabei. Dazu zählen unter anderem die österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die südamerikanische Sängerin Gaby Moreno, der Clueso-Drummer Tim Neuhaus sowie die Eurovision Song Contest-Abräumerin Conchita Wurst. Der sizilianische Cantautore Pippo Pollina, Gothic-Rocker Asp sowie der Türke Cetin Oraner lassen den Wecker-Song „Sage Nein“ in mehreren Sprachen erklingen. Sie alle machen „Poesie und Widerstand“ zu einer ganz besonderen „Best of“-CD, nämlich zu einer exquisiten Auslese von Liedern, wie sie Konstantin Wecker auf seiner großen Jubiläumstour 2017 präsentieren wird. Rebellisch und poetisch. Und vor allem durchdrungen von der nimmermüden Weckerschen Lebensfreude.

Weitere Informationen unter: www.wecker.de und https://www.facebook.com/Konstantin-Wecker-111564412194266/?fref=ts

Quelle und Bildmaterial: Teresa Anneser