Interview mit Wolfgang Niedecken bei "Backstage"

Datum 13.10.2014 | Thema: RADIO fresh80s


Interview mit Wolfgang Niedecken bei "Backstage"
1983 erschien das BAP-Album "Vun drinne noh drusse" als Lizenzplatte bei Amiga in der DDR. Trotz oder wegen der kölschen Texte war die Musik von BAP auch in der DDR außerordentlich beliebt. Im Januar 1984 war eine Tournee durch 13 Städte der DDR geplant. Warum die Band am Abend vor dem Tourstart wieder abreiste, das erzählt Wolfgang Niedecken bei "Backstage" am Mittwoch, den 15.Oktober ab 20 Uhr.
Interview mit Wolfgang Niedecken bei "Backstage"
In der Bundesrepublik war BAP nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch durch ihr politisches Engagement in der Friedensbewegung bekannt geworden. So standen sie bei der größten Friedens-Demo am 10. Juni 1982 in Bonn auf der Bühne und rockten ihre kölschen Lieder. Auch in der DDR wurde für den Frieden gerockt. Im Ost-Berliner Palast der Republik fand alljährlich das "Rock für den Frieden"-Festival statt. Ein Auftritt bei diesem Festival sollte die DDR-Tournee von BAP einläuten. Wolfgang Niedecken hatte extra für diese Tour den Song "Deshalv spill’ mer he" komponiert. Darin forderte er die Abrüstung in beiden deutschen Staaten und solidarisierte sich mit der Friedensbewegung in der DDR:


"denn mir hann Frönde he, die hann kein weiße Duuv op blauem Grund,
die hann ne Schmied, dä mäht e Schwert jraad zo nem Plooch,
en SS 20 zo nem Traktor un en Pershing zo ner Lok,
die hann vum Rüstungsschwachsinn su wie mir jenooch."



Diese Zeilen führten zu einem deutsch-deutschen Eklat. Die Hintergründe erläutert Wolfgang Niedecken im Gespräch mit unserem Moderator Thorsten Schmidt. Dieses ausführliche Interview ist der zweite Beitrag in unserer Sendereihe "Musik hinter der Mauer": Im Oktober und November erinnern sich Musiker aus Ost und West an die Musik im jeweils anderen Deutschland. Bei "Backstage". Immer am Mittwoch Abend ab 20 Uhr.


Sendetermine:
Mittwoch, 15.10.2014 ab 20 Uhr
Samstag, 18.10.2014 ab 12 Uhr (Wiederholung)


Sendung verpasst?
Kein Problem. In unserem Audioarchiv können Sie das Interview nochmals nach der Sendung anhören.



Dieser Artikel stammt von RADIO fresh80s
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