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Veranstaltungen : Depeche Mode Tour of the Universe 2009
Dieser Artikel wurde am 19.04.2009 veröffentlicht


Depeche Mode Tour of the Universe 2009

Depeche Mode touren 2009 das Universum, wie der Titel ihrer Stadion- Konzertserie, Tour of the Universe, suggeriert. Die subversivste elektronische Popband präsentiert ihr bisher ambitioniertestes Live - Projekt ab 2. Juni auch in sechs deutschen Open Air Arenen: Hamburg, Düsseldorf, Leipzig, Berlin, Frankfurt und München. Die Band, die sich stets neu erfunden hat, sprengt mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern und über 12 Millionen Konzertbesuchern rockhistorische Dimensionen. Ihre Auftritte haben sich in den drei Jahrzehnten ihrer erstaunlichen Karriere zu Festen kollektiver Euphorie und uneingeschränkter Zuneigung entwickelt.






Drei Jahre nach ihrem letzten Live-Zyklus gehen Depeche Mode wieder auf Tournee. Vom 10. Mai bis 11. Juli 2009 spielen Martin Gore, David Gahan und Andrew Fletcher eine europäische Live-Serie, die es in sich hat. 35 gigantische Shows in 21 Ländern vor rund 1,3 Millionen Fans stehen auf dem Tourplan der Ausnahme-Formation, die zum absoluten Phänomen der Popkultur aufstieg. Auftakt ist am 10. Mai in Tel Aviv, das Finale Mitte Juli in Porto.

In der Zwischenzeit arbeiten Depeche Mode mit Nachdruck an ihrem 12. Studioalbum, das im April 2009 erscheinen soll. Die Vorgänger - CD Playing The Angel chartete in 18 Ländern, darunter natürlich auch in Deutschland, auf Nr. 1! Inzwischen hat sich das Platinalbum hierzulande rund 500.000 Mal verkauft. Die Single Precious erreichte Platz zwei der Charts, auch die zweite Single Auskopplung A Pain that I’m used to erzielte große Resonanz. Mit Playing The Angel knüpften Depeche Mode an den Sound von Black Celebration und Violator an. Unter Hinweis auf das wieder von Anton Corbijn gestaltete Plattencover bezeichnete Gore scherzhaft „Schmerz und Leid in unterschiedlichen Tempi“ als potenziellen Untertitel eines Albums, das „all die Dinge enthalte, die Leute mit emotionalen und sozialen Störungen anziehend finden“. Depeche Mode haben der Musikwelt immer wieder Rätsel aufgegeben. Sie gelten als Pop-Sphinx mit variationsreichem Synthie-Sound und prägender visueller Ästhetik. Im Verlauf ihrer Karriere erlebte sie sämtliche Extreme. Schier unglaublich ist die Zuneigung, die Depeche Mode von ihrer treuen Fangemeinde entgegengebracht wird. Sie haben der Gruppe den Status des Unangreifbaren eingetragen. Die Sympathie hat nichts mit Nostalgie, Trends oder Zeitgeist zu tun. Sie ist vielmehr Ausdruck einer bleibenden Bedeutung, die sich in musikalischen Messen für die Massen artikuliert. Seit den frühen 80er Jahren liefern Depeche Mode der zeitgenössischen Popmusik wichtige Impulse. Die Formation wurde zum Synonym für musikalische Avantgarde. Sie sind Garanten für kunstvollen Pop, der sich über flüchtige Moden souverän hinweggesetzt hat. Die Addition der beiden überragenden Talente von Leadsänger David Gahan und Gitarrist/Komponist Martin Gore wurde als „kongeniale Liaison“ (Spex) empfunden. Kritiker bescheinigen der Band, die durch Andrew Fletcher komplettiert wird, eine konsequente Weiterentwicklung, die den Mythos des Trios rechtfertigt. Nicht wenige Experten sehen Depeche Mode als Gesamtkunstwerk aus Studioaufnahmen sowie Artwork, Grafik, Videos und Bühnenshows mit cineastischen Analogien. Anton Corbijn hat durch seine Arbeiten der Band ein adäquates optisches Image verliehen. Die Heroen einer melancholischen, distanzierten Romantik verstanden es, sich permanent künstlerisch zu erneuern. Mit den Alben Songs Of Faith And Devotion und Ultra widersprachen sie im positiven Sinne der öffentlichen Erwartungshaltung. Das Phänomen und die Popularität der Band haben durch keine ihrer Verwandlungen gelitten. Während viele Weggefährten der Kurzlebigkeit zum Opfer fielen, festigte sich der Kultstatus von Depeche Mode. Hierzu trug in erheblichem Maße Martin Gores Fähigkeit bei, Songs zu schreiben, die kein Verfallsdatum haben. Geschmackssicher definierte und modernisierte er Stil und Sound, vermied gleichzeitig Nähen zu allgemeinen Tendenzen. Den charismatischen Gegenpol bildet David Gahan. Seine zentrale Rolle als Leadsänger hat den Klangbildern eine leidenschaftliche, surreale Symbolik verliehen.

Die Gruppe war am Rande des Abgrunds, als David Gahan am Ende einer Tour um sein Leben kämpfte. Im Sommer 1997 schaffte David endlich den Entzug und fand zu seiner neuen, alten Leidenschaft, der Musik, zurück. Das Album Ultra war die eindrucksvolle Reflexion und gleichzeitig Überwindung dieser Krise. „Ein Drama mit Happy End, wie es selbst der Rock’n’Roll nur selten hervorbringt.“ (Stern) Exciter brachte einen neuen kreativen Schub, ein „Best Of Album mit lauter unveröffentlichten Songs“ (Gahan), das vor großartigen Ideen und grenzenlosem Selbstbewusstsein strotzt. Exciter, ein Spiegelbild von Stimmungen und Schwingungen, kann in einem Atemzug mit Black Celebration, Music For The Masses und dem vielfach als bestes Depeche Mode-Album bezeichnete Violator genannt werden. Auch die genialen Remixes 81–04, die ebenfalls Platinstatus erreichten, sorgten für Furore.

Weitere Informationen zur Tour finden Sie unter www.semmel.de



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