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RADIO fresh80s : Falco zum Sechzigsten
Dieser Artikel wurde am 12.02.2017 veröffentlicht


Falco zum Sechzigsten
Falco war Austrias größter Musikexport seit Wolfgang Amadeus Mozart. Am 19.Februar hätte er seinen 60sten Geburtstag feiern können. Seine Musik und seine schillernde Persönlichkeit faszinieren die Fans noch immer. In einer zweiteiligen Falco-Story erinnert unser Moderator Thorsten Schmidt an den langen Weg des Johann Hölzl vom Straßenmusiker zur Nummer 1 der amerikanischen Hitparade.






Falco zum Sechzigsten
Johann Hölzl erblickte am 19.Februar 1957 in Wien das Licht der Welt. Und bereits als Teenager träumte der kleine Hannes davon, einmal ein berühmter Popstar zu werden. Doch der Erfolg wurde ihm nicht in die Wiege gelegt. Er lernte Gitarre und Bass und tingelte als Straßenmusiker durch die österreichische Provinz. Er war 20 Jahre alt, als er sich als Bassist der Hallucination Company anschloss - eine Band, die stark an Franz Zappa orientiert war und die ein Rock-Performance-Spektakel auf die Bühne brachte, mit vielen schauspielerischen Elementen und musikalisch beeinflusst von den neuen Klängen des New Wave.

Wie (fast) alle Österreicher war Hannes Hölzl ein großer Fan des Skispringens. Und die Legende besagt, dass ihm bei einer Fernsehübertragung der Vier-Schanzen-Tournee 1977 ein Skispringer aus der DDR besonders aufgefallen ist. Nicht wegen seinen sportlichen Leistungen, sondern wegen seines Vornamens. Das war Falko Weisflog. Für Hannes Hölzl war es beschlossenen Sache, dass die Welt ihn als Falco kennenlernen sollte. Und wenig später wurde Hannes bei einem Auftritt der Hallucination Company in München erstmals als Falco auf der Bühne angekündigt.

Falco blieb nicht lange bei der Hallucination Company, sondern er wechselte zu Drahdiwaberl, einer Band, die noch schriller war, noch provokanter, noch sozialkritischer und um einiges erfolgreicher. Falco zupfte auf den ersten beiden LPs der Band zupfte den Bass und auf der LP „Psychoterror“ findet man seine erste eigene Komposition: „Ganz Wien“ war sein Song bei Drahdiwaberl. Diesen Song durfte er auch bei den Konzerten singen und dann stand der Bassist Hannes Hölzl endlich da, wo er stehen wollte, nämlich vorne auf der Bühne, im Scheinwerferlicht.



Falco wollte mehr, es drängte ihn zu einer Solo-Karriere. Und er nutzte die Chance, als ihn der Produzent Robert Ponger bei einem Konzert von Drahdiwaberl ansprach und ihm von einem Lied erzählte, dass er komponiert hatte und für das er vergeblich einen Sänger suchte. Falco schrieb einen neuen Text dazu, Robert Ponger produzierte die Aufnahmen und am 12.Dezember 1981 erschien die Platte, die Falcos Leben total veränderte: „Der Kommissar“. Die Single schaffte Platz 1 in Österreich, Deutschland, Spanien und Italien und ebenso auch in Guatemala und in Japan. In Kanada gab es eine Goldene Schallplatte und in den USA wurde “Der Kommissar” auf Platz 19 der Discotheken-Charts notiert.

Dieser Erfolg öffnete Falco die Tür zum internationalen Erfolg. Und dieser Erfolg hatte seinen Preis. Falco arbeitete hart. Er war ständig auf Reisen und stellte sich vor jedes Mikrophon, um Schlagzeilen zu produzieren und Werbung in eigener Sache zu betreiben. Aufputschmittel, Alkohol und Kokain wurden seine ständigen Begleiter.

Mit “Rock me Amadeus” kletterte Falco 1985 auf den Gipfel seines Erfolges. Die Single stand nicht nur im deutschsprachigen Raum auf Platz 1 der Hitparaden, sondern auch in Großbritannien und in den USA. Hannes Hölzl hatte seinen Jugendtraum erreicht.

Zum 60sten Geburtstag am 19.Februar erscheint eine Doppel-DVD „Falco 60“ mit seinen schönsten Fernsehauftritten. Und dazu „Falco 60“ als CD und LP mit seinen bekanntesten Songs. Für Falco Fans ist das limitierte 3-CD-Box-Set besonders interessant. Denn auf der dritten CD findet man die Raritäten: Maxi-Versionen, Live-Mitschnitte, Remixe und auch einige Songs, bei denen Falco als Gastmusiker mitgewirkt hat.
Text: Thorsten Schmidt

Sendetermine:
„Blaue Augen“ am Montag, 13.02.2017 um 20 Uhr (1.Teil)
„Backstage“ am Mittwoch, 15.02.2017 um 20 Uhr (2.Teil)



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