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RADIO fresh80s : Interview mit Kai Havaii bei den "Blauen Augen"
Dieser Artikel wurde am 21.03.2015 veröffentlicht


Interview mit Kai Havaii bei den "Blauen Augen"
Extrabreit gab es schon, als noch niemand von der Neuen Deutschen Welle sprach. Ihr Sänger Kai Havaii erinnert sich im Gespräch mit unserem Moderator Thorsten Schmidt an seine musikalischen Anfänge. Und so erfahren Sie, warum zu Beginn der Achtziger Jahre ausgerechnet in Hagen der Bär tanzte und warum die Single "Hurra, Hurra, die Schule brennt" gleich zwei Mal in die Läden kam. Das Interview mit Kai Havaii hören Sie in unserer Sendung "Blaue Augen" am Montag, den 23.März 2015 ab 20 Uhr.






Interview mit Kai Havaii bei den "Blauen Augen"
Wenn Kai Havaii über Hagen spricht, dann überkommen ihn Heimatgefühle. Dabei kann er es sich bis heute nicht erklären, warum sich in den Siebziger Jahren in der Stadt mit dem "Tor zum Sauerland" eine musikalische Szene entwickelte, die die Rockmusik in Deutschland nachhaltig geprägt hat. Denn nicht nur Extrabreit kamen aus Hagen, sondern auch Nena, Annette & Inga Humpe und Bands wie Grobschnitt, die Ramblers oder - legendär - die 1.Weibliche Fleischergesellin nach 1945!

Kai Havaii hat als Teenager von allem anderen geträumt, als unbedingt Sänger in einer Rockband werden zu wollen. Aber die Punk-Explosion in England hat ihn mitgerissen. Bands wie die Sex Pistols, The Clash oder The Cure haben ihm damals Mut gemacht, sich hinter ein Mikrofon zu stellen. Als sich Extrabreit 1978 gründeten, gab es in Deutschland keine Vorbilder für eine Punkrock-Band mit deutschen Texten. Und wie kritisch oder euphorisch hat er damals miterlebt, wie nach und nach immer mehr Bands mit deutschem Gesang in die Hitparaden kamen? Kai Havaii erinnert sich: "Es ist ja nicht so gewesen, dass sich irgendwelche Bands verabredet haben, und gesagt haben, wir machen jetzt alle deutsche Musik. Es hat sich irgendwie ergeben. Es kam aus den Kellern. Es kam von unten. Es war keine Idee irgendeiner Plattenfirma. Es hat sich tatsächlich von unten durchgesetzt. Und dann - als man merkte, da ist ja tatsächlich Geld mit zu verdienen, dann haben sich alle draufgestürzt. Und das war der Moment, wo die ganze Sache ein bisschen fade wurde". Extrabreit hat sich nicht für den Kommerz verbogen. Sie sind nicht in der ZDF-Hitparade aufgetreten. Sie haben einfach ihr Ding durchgezogen. Und deshalb haben sie die NDW auch überlebt.

Extrabreit gab es schon, als noch niemand von der Neuen Deutschen Welle sprach. Und es gibt sie immer noch, als eine der wenigen NDW-Bands, die bis heute durchgehend aktiv geblieben sind.

Sendetermine:
Montag, 23.03.2015 ab 20 Uhr
Dienstag, 24.03.2015 ab 21 Uhr (Wiederholung)

Sendung verpasst?
Kein Problem. In unserem Audioarchiv können Sie dieses Interview nochmals anhören.



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